20.10.2017:

Landessiegerrennen in Oberhausen

Love and Passion

Unsere Premiere beim Hubertusrennen in Oberhausen sollte der gebührende Abschluss einer schönen Rennkarriere für Geordy werden. In seiner Laufbahn hat er zwei Rennen gewonnen und das war beide Male die Grasbahnmeisterschaft in Oberhausen und deshalb wollten wir unserem kleinen Krieger es ermöglichen, seinen Abschied auf seiner Lieblingsbahn zu nehmen.
Leider waren bei den "normalen" Windspielen nur unser Team gemeldet; ein Familienrennen war also angesagt. Bei den Nationalen, ebenfalls 5 Windspiele am Start, war auch unser Pauli (CK Desert Wind) von Familie Hristov mit dabei.
Wir freuten uns also auf einen entspannten Sonntag mit netten Menschen und super Herbstwetter. Der Morgen begann auch recht vielversprechend: alle gut durch die Tierarztkontrolle gekommen (das ist mit 5 Windspielen an der Leine meist eine nervenaufreibende Angelegenheit) und die Sonne lachte. Doch kaum war der offizielle Beginn des Rennens - das mehrmals nach hinten verschoben worden war - verschwand die Sonne hinter dicken Wolken und es wurde richtig unangenehm. Ebenso wurde der Rennverlauf von einem technischen Problem nach dem anderen immer wieder verzögert. Mal wurden zwei oder drei Läufe hintereinander weg gezogen, dann ging wieder eine gefühlte Ewigkeit gar nichts mehr. Für alle Beteiligten war das sehr anstrengend. Dann näherten sich die Windspielläufe. Wir hatten uns einige erfahrene Windspielbesitzer bzw Rennprofis zur Hilfe geholt, denn zu zweit lassen sich 5 Windspiele schlecht starten.
Ich war etwas nervös, denn es war das erste offizielle Rennen für Luzie, die zum Glück von  Sabine gestartet wurde, die so erfahren ist, dass sie erst gar keine Nervosität aufkommen ließ.
Nachdem wir dann die Hunde auf Anweisung in die Startboxen gebracht hatten, stellte man fest, dass der Hase noch auf der anderen Seite der Bahn war und noch nicht wieder einsatzbereit war. Also: Hunde hinten wieder raus holen!! Worst Case für Junghunde. Nachdem dann die technischen Probleme behoben waren, hieß es wieder "Hunde bitte einsetzen", was wir auch taten, der Hase kam vorbei .... aber .... die Gitter gingen nicht auf. Selbst die Notschaltung funktionierte nicht. Also wieder: Hunde hinten raus. Nun war unsere fünf endgültig durch. Das Schiedsgericht stimmte dann zu, dass dieser Lauf am Ende des ersten Durchgangs wiederholt werden sollte.
Eine gute Entscheidung, aber nun ging das Warten weiter.
Als dann endlich der Lauf wiederholt wurde, gab es zum Glück keine technischen Pannen, allerdings drehten Luke und Leia die ein oder andere Piourette in der Startbox. Luke stand verkehrt herum als die Box auf ging und erkämpfte sich in einem fantastischen Lauf den Sieg. Damit hatte er nicht nur mich beeindruckt.
Nach einer langen Mittagspause, warteten wir dann auf das Finale.
Wir hatten wieder tatkräftige Unterstützung von Freunden und dieses Mal funktionierte alles auf anhieb. Zwar starteten die Kleinen schlechter als sonst, aber Luke ließ auch nicht den geringsten Zweifel daran, wer das Rennen für sich entscheiden würde. Spannend war der Kampf um Platz 2, denn Lotte und Leia lieferten sich ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen, dass Leia am Ende ganz knapp für sich entscheiden konnte.
Der Protagonist des Tages, unser Abschiedsläufer Geordy, wurde leider letzter aber ich hatte das Gefühl, dass er seinen letzten Auftritt auf "seiner Bahn" nocheinmal genossen hatte.
Danach waren die Sprinter an der Reihe und ich konnte zum ersten Mal einen Paul erleben, der sich traute, an seinen Mitstreitern vorbei zu ziehen. Es war ein ganz knappes Rennen und Pauli erkämpfte sich einen tollen 2ten Platz, doch wurde er leider nach der Ziellinie von einem Mitstreiter regelrecht gestellt. Wir hoffen, dass ihm das nicht wieder allen Mut genommen hat.
Verabschiedung und Siegerehrung war dann in der Dämmerung.
Luke hat nun seinen ersten Titel auf der Bahn: Landesrennsieger Baden-Kurpfalz 2017 und Geordy eine tolle Abschiedsdecke. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass dies sein letztes Rennen war.


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