19.08.2014:

Nachtrag: World Dog Show 2014 - Helsinki

Lotte bei der Clubshow

Warm war es

Unser großer Auftritt

Lottchen mit Lust im Ring

Luna - die Oma von Sunny und Uroma von Lotte

Meine beiden Begleiterinnen

So ließ es sich in der Hitze aushalten

 Vorab hier das Ergebnis: Lotte bekam ein V (es gab nur 7 Vs bei 17 gemeldeten Jugendhündinnen) und wir sind super stolz auf sie!!!

Mehr dazu im Folgenden:
Bereits zu Beginn Jahres startete ich mit den Vorbereitungen für den größten Ausstellungsevent des Jahres.

Zuerst einmal musste jemand gesucht werden, der mit mir nach Helsinki fliegen würde. Für mich stand fest, dass nur „Pet in Cabine“ in Betracht käme und da ich ja mit unseren beiden „Kleinen“ fliegen wollte, brauchte ich noch eine Begleitperson. Da Thorsten zu Hause auf den Rest des Rudels aufpassen musste, kam er nicht in Betracht. Zum Glück zeigte sich meine Schwester recht schnell dazu bereit  und schon konnten die Planungen abgeschlossen werden: Die Flüge wurden gebucht, ein Mietwagen, ebenso ein Appartement und die Hunde wurden für die „Clubshow“ und die „WDS“ angemeldet. Ich registrierte erst Lotte, wollte etwas Zeit verstreichen lassen und dann Happy melden, damit die beiden nicht hintereinander laufen müssten. So der Plan…. Da ich alles in trockenen Tüchern wähnte, kümmerte ich mich auch nicht mehr wirklich darum, lediglich die Meldezahlen wurden ab und an gecheckt. Circa 2 Wochen vor der Show bekam ich dann meine Unterlagen per Mail geschickt und dachte erst, der Veranstalter hätte Happy vergessen, aber leider musste ich feststellen, dass der Fehler bei MIR lag. Ich hatte schlicht und einfach vergessen, Happy zu melden. Wie sehr ich mich über mich ärgerte, muss ich wohl nicht erklären!!! Ich ärgere mich noch jetzt darüber!
Nunja, demnach ging es dann nur mit Lotte ab ins Abenteuer. Am Mittwochmorgen ging es los in Richtung Berliner Flughafen und von dort dann mit Finair nach Helsinki. Lotte benahm sich vorbildlich und jammerte auch nur beim Start der Maschine kurz, um danach wieder alles zu beobachten. Wir holten unseren Mietwagen und dann ging es in Richtung Innenstadt, denn dort lag unser Domizil für die nächsten 5 Tage.
Am nächsten Tag ging es dann auch gleich los für uns, denn wir hatten Lotte (und auch Happy - aber die blieb ja zu Hause) für die World Winner Club Show gemeldet. Allerdings war diese Show für uns auf ganzer Linie nicht das, was wir erhofft hatten: zum einen entpuppte sich die Ausstellung als "Open Show", also ohne Vergabe von Anwartschaften und zum anderen wurde uns einmal mehr wieder der Richter für die Jugendklasse geändert. Aufgrund der der hohen Meldezahl (108 WI) gab Richterin Bitte Ahrens die Jugend und die Veteranen ab. So hatte ich zum 4. Mal bei ihr gemeldet und konnte bis dato ihr noch keinen Hund von uns zeigen. Bei brütender Hitze wurde dann recht zügig gerichtet und es war für mich ein besonderes Erlebnis, so viele tolle Windspiele zu sehen - viele davon auch verwand mit Sunny oder auch Emma. Für uns lief es dann weniger gut, Lotte zeigte sich zwar recht gut, aber irgendwie fand die "Richterin" von Anfang an keinen Gefallen an ihr. Trotzdem verlebten wir einen schönen Tag und wir waren uns sicher: Es kann nur besser werden.
Am nächsten Tag war Sightseeing angesagt und Lotte lief tapfer mehrere Stunden mit uns durch die belebte Innenstadt. Für ein Landei schlug sie sich echt prima und Helsinki hat echt viel zu bieten!
Dann war der große Tag da!!!
Das Messegelände in Helsinki war sehr gut zu erreichen - im Vorfeld hatte der Veranstalter darauf hingewiesen, dass man ca. 2 Stunden für Anfahrt, Parken und Einlass in die Hallen rechnen sollte. Nach 10 Minuten waren wir in unserer Halle angekommen, weitere 15 Minuten später hatten wir auch unseren Ring gefunden, denn diese Messehallen haben ganz andere Dimensionen als alles, das wir vorher besucht hatten. Zwei Stockwerke mit ausreichend Platz und blitzeblank! Eine wunderbare Location.
Richter für die Windspiele (111 waren gemeldet) war Herr Francesco Cochetti aus Italien.
Als wir ankamen, hatte er schon mit den Rüden begonnen und wir konnten uns gemütlich einrichten. Ich ging nochmal mit Lotte auf den Löseplatz, aber vor lauter Aufregung und neuer Eindrücke, wollte sie einfach kein Pipi machen.

Dann sollte es für uns losgehen: Lotte und ich waren die zweiten von 17 Jugendhündinnen. In Finnland wird nämlich alphabetisch gereiht und nicht nach Eingang der Meldungen (also hätte ich Happy auch gleichzeitig mit Lotte melden können - und dann hätte ich es gar nicht vergessen können). Und in der Einlaufrunde passierte dann das Peinlichste, was mir bis Dato im Ring geschehen ist: Lotte pinkelte in den Ring!!!! In einem solchen Moment möchte man nur noch im Boden versinken und sich selber in den Hintern treten, weil man nicht lange genug mit dem Hund draußen war.... Aber the Show must go on....
 Ich konnte dann Lotte auf dem Tisch stellen, während die erste Hündin noch gerichtet wurde und so präsentierte sie sich auch sehr ordentlich und der Richter war auch sehr einfühlsam gegenüber den Hunden gewesen. Dann ging es an die Beurteilung des Gangwerks ... und was soll ich sagen: es kam noch schlemmer: Lotte pinkelte schon wieder und dieses Mal sogar genau vor den Richtertisch. Worst Case!!!!
Ich wartete die Beurteilung ab, mir sicher, dass er uns rausschickt (mit viel Glück noch mit einem SG ...). Und dann bekam das Teufelchen tatsächlich ein V und wir durften bleiben. Nachdem dann von den 17 Windspielen am Ende nur noch 7 übrig waren, wunderte ich mich noch mehr. Lotte muss demnach wirklich von sich überzeugt haben.
Ich habe mal wieder eine Lektion gelernt und bin trotz allem überglücklich, dass meine erste eigene Nachzucht auch international bei großer Konkurrenz bestehen kann.
An dieser Stelle nochmal Glückwünsche an alle Sieger und es war eine große Freude, so viele nette Menschen (wieder) zu treffen. Insbesondere die Züchterin von Sunny, die ihr "Enkelkind" bestaunen durfte.
Nach einem weiteren Tag Sightseeing und Bootstour ging es dann montags wieder zurück nach Deutschland. Zufrieden, mit vielen neuen Eindrücken und dem Vorsatz, wieder einmal zurückzukommen.
Ein großes Dankeschön nochmal an meine Schwester, die sich mit auf die Reise begeben hatte.

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